Weidorf

Der Ortsname Weidorf hat sich kaum verändert. Dokumentiert ist: 1150 Wihedorf, 1241 Wibedorf, 1358 Weydorf, 1498 Weydorff, 1671 wieder Weydorf, dann Weidorf.

Trotz dieser geringen Namensänderungen gibt es zwei Versionen über die Entstehung des Ortsnamens.
1. Nach Josef Heider: Dorf des Wiho
2. Nach Prof. Puchner kommt der Name von „Weibersdorf“

 

Weidorf Wappen

Weidorf könnte das Wappen des Steffen Grenwald aufgreifen.

Beschreibung des Wappens von XXX Steffen Grenwald:
Schild: Im s. Schild auf grünem Berg ein Laubbaum.
Helm: Stechhelm mit Wulst.
Kleinod: Der Baum im Schild.
Helmzier: Offener Flug (2 Flügel).
Decken und Binde: s. b.

 

1150: Ulschalch de Wihedorf ist Zeuge in der Urkunde Nr. 14 des Traditionskodex von Kloster Intersdorf.
1241: Ludwig der Bayer schenkt dem Kloster Niederschönenfeld ein Gut in Sconenberg (Schönesberg) und einen Hof in Wibedorf.
1300: Kirche erwähnt, 1914 Neubau des Schiffes, 1954 Restaurierung.
1507: Am 20.10.1507 belehnt Herzog Albrecht IV. Wolfgang v. Gumppenberg mit der sogenannten Steinhub zu Weidorf. Auf der Hube saß damals Steffan Grenwold.
1557: Ein Freibrief: Den Freiherrn v. Gumppenberg steht in Weidorf die niedere Gerichtsbarkeit zu, „bis zur Dachtraufe“.
1561: In Weidorf sind 14 Häuser nach Ehekirchen gepfarrt. Sie wollen aber dorthin den Zehnten nicht entrichten, weil sie zum Land-Gericht Rain gehören.
1641: Pöttmes hat Hofmarksrechte in Weidorf bis 1848.
1663: Georg Schuster hat einen Hof des St. Catharinen-Klosters zu Augsburg, Georg Überhard eine Hube des Klosters Kühbach. Alles Übrige den Freiherrn v. Gumppenberg.
1669: Ignaz Franz v. Gumppenberg bringt in Weidorf einen halben Hof des Katherinenklosters Augsburg an sich.
1775: Weidorf geht nach Inchenhofen wallfahren.
1779: In Weidorf sind 39 Familien Untertanen des Barons v. Gumppenberg, 3. Teil Pöttmes.
1799: Josef Lauter, Gräfl. v. Berschenischer Untertan zu Weidorf.
1835: Die erste Aufstellung einer Feuerlöschgruppe in Weidorf befahl 1835 das Landgericht Rain. Es gab dann eine Pflichtfeuerwehr.
1849: Anton Leindl, Schmied von Weidorf, stiftet der Kirche zu Haselbach einen Jahrtag für 50 Gulden.
1890: Am 01.03.1890 erste Verpachtung des Gemeindeweihers, an der Straße nach Haselbach.
1893: Auf Anregung von Pfarrer Elsner gründen Haselbacher und Weidorfer Bürger den „Darlehenskassen-Verein Haselbach“. Eingetragen ist der Verein im Register am 13.07.1894.
1896: Dampfmaschinen-Dreschgenossenschaft gegründet.
1933: Feueralarm bei Brandfall: Am 05.02.1933 verfügte die Gemeinde: „Die Alarmierung der FFW erfolgt durch zwei Hornisten und durch Glockenzeichen vom Kirchturm durch den Kirchenmesner“.
1969: Auf das ständige Drängen von Herrn Geistlichen Rat Bernhard entschloss sich die Gemeinde Weidorf ein neues Kirchenschiff zu bauen und den verkommenen aber erhaltenswerten alten Turm zu sanieren. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Kirchenbau begonnen. 1971 war die Kircheneinweihung.
1978: Eingemeindung nach Ehekirchen.